05.05.2022
Problemlöser auch für knifflige Fälle
Wenn es für einen Werkzeughersteller darum geht, neue Kunden von seinen Produkten zu überzeugen, spielt manchmal auch der Zufall eine Rolle. Der HaGeForm Sachsen GmbH stattete ein Produktspezialist von MAPAL genau zu dem Zeitpunkt einen Besuch ab, als dort die Zerspaner bei einer kniffligen Aufgabe nicht weiterkamen – und er hatte auch gleich die passenden Werkzeuge im Gepäck. Seither wird MAPAL immer wieder als Problemlöser gerufen.
HaGeForm was founded in 1992 as a branch of a company from North Rhine-Westphalia in Lößnitz in the Erzgebirge. Following a change of ownership, the company established a new site in Stollberg in Saxony. In 2012, Sebastian Baier and his father took over the business together. Since 2018, he has managed HaGeForm Sachsen with its 15 employees as Technical Managing Director along with his sister Stefanie Baier, who serves as Commercial Managing Director.
Around 90 percent of their customers are located within a radius of 50 kilometres. This proximity is a big plus for the manufacturer, since fast delivery times are becoming more and more crucial. „We do a lot of things on demand,“ explains Baier. „We usually bring the parts to the customer by car, so there are no long haulage routes.“ In addition to parts for the Die & Mould sector, components for general machining and all sorts of other industries are being produced in Stollberg as well.
From toothbrushes to Formula 1
The region‘s automotive suppliers make up a large part of its broad spectrum of customers. The parts produced by HaGeForm are mostly used in forming, cutting or spray-coating sheet metal. Often they‘re one-off productions, sample parts, prototypes and small batches. The orders have included everything from moulds for toothbrushes to parts for Formula 1. Even when the scientists at the Technology Campus of Chemnitz University of Technology come up with „crazy new things“, as Baier says, his company, which has extensive experience in fulfilling special customer requests, is called upon to provide the manufacturing expertise. The required tolerances are usually in the hundredths range, but accuracies of 5 µm are also feasible in Stollberg.
The manufacturing department has a variety of technologies at its disposal. In addition to four wire erosion machines, two die-sinking erosion machines and a grinding machine, there are three milling centres with three, four and five axes available. Parts that are to be machined by both milling and EDM are shifted to the respective areas depending on the workload. To reduce process times, the company strives to mill as much as possible, since die-sinking erosion takes much longer, making the process also more expensive. Milling currently accounts for almost half of the orders, and the trend is rising. Parts that until recently had to be eroded can now also be milled. HaGeForm‘s partnership with MAPAL has also contributed to this.
Successfully tested prototype
Better off milling quickly than spending a long time eroding
Bei manchen Teilen gelang der Übergang zur Komplettbearbeitung. So wurde eine Feinschneidmatrize aus pulvermetallurgischem Metall bislang nach dem Fräsen von der Maschine genommen, um anschließend noch kleine Eckradien mit Absätzen zu senkerodieren. „Wir konnten uns gar nicht vorstellen, dass das auch anders geht“, räumt Seibt ein. „Das können wir nun alles mit Fräsen abdecken, das ist schon eine ganz schöne Innovation.“ Inzwischen sind für die Hartbearbeitung bei HaGeForm auch der Hochvorschubfräser OptiMill-3D-HF-Hardened und der Kugelfräser OptiMill-3D-BN-Hardened regelmäßig im Einsatz. Um zweidimensional direkt im Harten zu schruppen, kommt der Trochoidfräser OptiMill-Tro-Hardened zum Zug. Die vollständige Ausnutzung der Schneidenlänge, die bei diesem Werkzeug immer 3xD entspricht, ist somit bei Bearbeitungen von Materialhärten bis 65 HRC problemlos möglich und garantiert eine maximale Wirtschaftlichkeit durch höchste Abtragsraten in kürzester Zeit.
Als Problemlöser hat man MAPAL schätzen gelernt. Für sehr komplexe Titanteile wurde lange über eine mögliche Bearbeitungsstrategie gegrübelt, und dann schließlich der Techniker gerufen. Felix Wendler kam mit den passenden Fräsern für Titan und blieb auch so lange, bis in Stollberg ein passendes Programm für das komplizierte Teil erstellt war und die Bearbeitung lief. Komplexe Formen in Verbindung mit besonderen Materialien stellen immer wieder neue Anforderungen an die Fertiger. „Wir werden da von MAPAL sehr gut unterstützt“, lobt Maik Seibt. „Wenn wir Probleme haben, reicht oft ein Anruf. Es ist gut, einen kompetenten Ansprechpartner zu haben, den man fragen kann.“
Massiver PKD für Hartmetall
Auch dieses PKD-Werkzeug konnte bei HaGeForm überzeugen. Es erzeugte absolut glatte Oberflächen und sah nach einigen Einsätzen noch aus wie neu, womit sich bereits lange Standwege andeuteten. Felix Wendler sieht Marktvorteile für die sächsischen Fertiger: „Nur sehr wenige Unternehmen sind derzeit in der Lage, Hartmetall prozesssicher und vor allem wirtschaftlich zu zerspanen, darin ist HaGeForm wirklich gut.“
Die Partnerschaft soll fortgesetzt werden. Als nächstes stehen Gewindefräser für gehärtetes Material an, denn HaGeForm hatte sich darüber beklagt, dass die Werkzeuge des bisherigen Lieferanten nicht ausreichend lange halten. Anspruch von MAPAL ist es nun, mit einem neu entwickelten Fräser möglichst viele Gewinde prozesssicher bei Materialhärten von bis zu 65 HRC einzubringen.
Contact
Kathrin Rehor Public Relations Kathrin.Rehor@mapal.com Phone: +49 7361 585 3342