22.03.2022

Auch der digitale Zwilling zeigt Zähne

Innovatives Modul von c-Com: Machining Analytics Solutions

Um Probleme in der Fertigung schnell zu erkennen und die Qualität zu sichern, bündelt c-Com alle verfügbaren Daten rund um Maschine, Werkzeug und Werkstück für eine Analyse mit Künstlicher Intelligenz (KI). Das Modul Machining Analytics Solutions (MAS) begleitet den Produktionsprozess mit einem digitalen Zwilling und ist besonders für Verzahnungswerkzeuge interessant.

Eine Hand zeigt auf einem Mobiltelefon die c-Com Anwendung MAS. Im Hintergrund ist ein Wälzfräser zu sehen.
  • Eine Hand zeigt auf einem Mobiltelefon die c-Com Anwendung MAS. Im Hintergrund ist ein Wälzfräser zu sehen.
  • Ein Mann steht im Fertigungsumfeld und verfolgt auf einem Tablet den digitalen Zwilling eines Wälzfräswerkzeugs.

Selten kommt ein Werkzeugbruch aus heiterem Himmel. Bevor ein Zahn eines Wälzfräsers ausbricht, kündigt sich das Malheur oft im Vorfeld durch eine Kombination charakteristischer Werte an. Für Trendanalysen wertet das Modul Machining Analytics Solutions (MAS) von c-Com die Daten in Echtzeit aus und warnt den Anwender davor, dass im Produktionsprozess etwas aus dem Ruder läuft. Mit dieser Information kann die Bearbeitung rechtzeitig gestoppt, der teure Fräser vor einer Beschädigung bewahrt und das Werkstück gerettet werden.

Das lernfähige Programm baut auf zwei weiteren Modulen von c-Com auf, dem Digital Tool Management (DTM) und dem Life Cycle Management (LCM). In MAS hat c-Com die positiven Erkenntnisse aus den ersten beiden Modulen einfließen lassen und mit KI angereichert. Ausgangspunkt ist der digitale Zwilling des Werkzeugs. 
 

Datenaustausch über Unternehmensgrenzen hinweg

c-Com verfolgt den Prozessablauf und hält fest, welchen Weg das Werkzeug geht, wo es eingesetzt wird, wer damit zu tun hat. Der gesamte Lebenszyklus wird so in seiner Tiefe erfasst. Die Plattform gibt die Möglichkeit, den digitalen Zwilling auch über Unternehmensgrenzen hinweg zu teilen. Ein Verzahnungswerkzeug durchläuft viele Stationen in einem Aufbereitungsprozess. Wiederholt ist es unterwegs zum Nachschleifen, zum Beschichten, zum Integrator und zurück zum Kunden. „Indem wir den zentralen digitalen Zwilling zur Verfügung stellen, garantieren wir allen Beteiligten im Prozess immer den Zugriff auf die Echtzeitdaten des Werkzeugs“, unterstreicht Bernhard Schuster, Teamleiter Projekt- und Anwendungsbetreuung.
Die Grafik stellt den Prozessablauf eines Wälzfräsers in der Kundenproduktion sowie beim Service dar.
Die c-Com Plattform verfolgt den Prozessablauf und hält fest, welchen Weg das Werkzeug geht, wo es eingesetzt wird, wer damit zu tun hat. Der gesamte Lebenszyklus wird so in seiner Tiefe erfasst.   ©MAPAL

Im Idealfall ist c-Com so integriert, dass die Daten im Hintergrund befüllt werden. „Wir sind in der Lage, die Datenstruktur kundenindividuell aufzubauen“, erläutert Business Development Manager Matti Maier. „Es gibt Kernparameter für jedes Werkzeug, aber darüber hinaus eine große Bandbreite individueller Daten und Parameter bei den Kunden, die wir sehr flexibel einbeziehen können, ohne vorhandene Strukturen zu verändern.“

Für ein großes Verzahnungswerkzeug existieren rund 70 verschiedene Parameter. Diese händisch in eine Tabelle oder eine Steuerung abzutippen, ist aufwendig und fehleranfällig. Zudem sind in den ERP-Systemen der Unternehmen meist nur die Bestände an Werkzeugen hinterlegt, aber keinerlei Information über deren jeweiligen Zustand. Es fällt schwer, damit die Produktionskapazität zu planen. Weil für Verzahnungswerkzeuge Lieferzeiten bis zu 20 Wochen keine Seltenheit sind, werden oft unnötig große Sicherheitsbestände angelegt, die Kapital binden. 
 

Entire life cycle map for each tool

c-Com creates greater transparency by including application data. Among other things, tool tracking records how many tools are in circulation, how they have already been used, how long their residual tool life is and how often they have already been reconditioned. “With our solution, we document the history completely and can say, for example, how many parts the existing production capacity is still sufficient for,” says Bernhard Schuster. If premature tool breakage occurs, or the tool’s performance falls short of expectations, the digitised hobbing process provides explanations. The aggregation of the data for entire tool groups provides further information. For example, if a tool life changes on average, the trend analysis reveals a problem in the process.
A man stands in the production environment and follows the digital twin of a hobbing tool on a tablet.
The c-Com software supports the manufacturing staff in their daily work and ensures higher productivity through valuable information  ©iStock | Panuwat (Balls) | Retusche MAPAL
During validation at a large car manufacturer, it became clear what the AI in the MAS module is capable of. Engineers there had tried in vain for a year to find the cause of a quality problem on a workpiece. Within four weeks, c-Com’s analysis led to a solution. With multi-dimensional correlations, AI clearly shows its superiority over humans.

Kathrin Rehor, PR Project Manager at MAPAL

Contact

Kathrin Rehor Public Relations Kathrin.Rehor@mapal.com Phone: +49 7361 585 3342


Weitere Artikel aus dem Bereich Produkte