Interview with Matthias Winter, Segment Manager, on key focus areas in the automotive sector
The technological transformation driven by electrification and autonomous driving is creating new demands in the automotive segment. In this interview, Matthias Winter, Head of Market Segment Management at MAPAL, explains MAPAL’s key focus areas in this field.
What is MAPAL’s strategy in the automotive industry?
Der Automobilbau ist schon lange Jahre unser Kerngeschäft und wird es auch noch bleiben. Neben Aerospace und General Machining ist Automotive unser größtes Hauptsegment. Wir haben dieses Segment in vier Komponentenbereiche strukturiert, die wir genau im Blick haben. Sie werden jeweils von einem eigenen Component Manager geleitet. Diese Bereiche sind Fahrwerk + Bremsen, Verbrennungsmotoren, E-Mobility mit Elektromotor, Batterie sowie Anbauteilen für das Thermomanagement. Zum vierten Bereich Driveline gehört alles von der Kupplung bis zum Rad, also auch Getriebe, Differentialgehäuse und Gleichlaufgelenke. Die großen Automatikgetriebe eines Verbrenners wird man in batterieelektrischen Fahrzeugen weniger brauchen, aber Gleichlaufgelenke zum Beispiel sind auch hier gefragt. Der rote Faden bei unseren strategischen Betrachtungen besteht aus Markt, Komponenten und Lösungen. Ausgehend vom Markt müssen wir Treiber erkennen und die Key Player verstehen.
Prognosen sagen bis 2030 ein Wachstum der Produktionsmengen von Fahrzeugen voraus. Der Zuwachs kommt allerdings hauptsächlich von Elektrofahrzeugen. Bei den Verbrennern geht man eher von einem Rückgang aus, beim Diesel mit einer größeren Rate als bei den Benzinern. Aktuell ist die Dynamik hin zur elektrifizierten Mobilität sicherlich abgeschwächt, aber diese Transformation wird weiter voranschreiten. Da für ein batterieelektrisches Fahrzeug 60 Prozent weniger zerspant werden muss, ist das für uns erstmal keine schöne Entwicklung. In der Strategieauslegung dürfen wir uns also nicht darauf verlassen, dass uns die Verbrenner weiter tragen werden. Aber das wird ein stetiger Prozess über die nächsten Jahre sein und auch mit je nach Region unterschiedlicher Geschwindigkeit, sodass wir entsprechend anpassen und reagieren können. Wir sind hier auf einem guten Weg.
Neue Technologien bieten uns auch die Chance, eigene Lösungen dafür in den Markt zu bringen. Um die Marktentwicklung hautnah mitzubekommen, besteht eine starke Allianz zwischen unserem Segmentmanagement und dem Vertrieb. Er hat Auge und Ohr im Markt und bekommt von den Kunden Informationen über neue Entwicklungen bei den Komponenten oder möglicherweise veränderten Produktionsprozessen. So können wir unser Lösungsangebot stets auf veränderte Anforderungen anpassen.
Generell, wie definieren Sie für MAPAL interessante Bauteile?
Wir gehen hier sehr strukturiert vor und verfügen in unseren Systemen im Background auch über eine Datenstruktur auf der Komponentenebene. Das hilft uns dabei, für uns attraktive Fokuskomponenten zu identifizieren. In der Regel sind das natürlich Bauteile mit einem großen Zerspanungsanteil, für die hohe Genauigkeit verlangt wird. Ein großes Marktvolumen kann dabei also nicht das einzige Kriterium sein: Denn zum Beispiel verlangt der Markt zwar nach sehr vielen Zahnrädern. Da wir aber keine Verzahnungswerkzeuge im Portfolio haben, spielen Zahnräder für uns keine Rolle. Anders sieht es bei Zylinderköpfen aus, von denen ebenfalls noch hohe Stückzahlen benötigt werden. Die haben herausfordernde Bohrungen und erfordern hohe Genauigkeit. Wir verfügen über eine sehr gute Werkzeugtechnologie, um diese Anforderungen zu bedienen. Ähnliches gilt bei Gehäusen für Elektromotoren, die ebenfalls hohe Präzision erfordern. Wenn wir dafür mit unserem Produkt- und Leistungsportfolio wettbewerbsfähige Produkte anbieten oder entwickeln können, sind wir dabei. Unser Produktmanagement entwickelt dann zusammen mit der R&D die passenden Lösungen.
Mit der Transformation der Automobilindustrie kommen dabei vermutlich auch neue Komponenten auf den Plan?
Ja, natürlich. Denken wir zunächst an das Statorgehäuse für Elektrofahrzeuge. Das ist zwar keine ganz neue Komponente mehr, aber hier gab es bis vor kurzem noch eine große Varianz. Inzwischen stabilisiert sich die Geometrie. Und es kommen trotzdem immer noch Weiterentwicklungen hinzu, wie etwa eingegossene Stahlbuchsen, die Lager aufnehmen. Bearbeitungslösungen dafür sind durchaus eine Herausforderung. Wenn wir die Explosionsdarstellung eines Elektromotors betrachten, sehen wir noch mehr Komponenten, die für uns interessant sein können. Neben dem Statorträger sind das Getriebegehäuse, Lagerdeckel und das Gehäuse für die Leistungselektronik.
Im Bereich Chassis & Breaks entstehen durch das autonome Fahren mit By-Wire-Technologien neue Bauteile. Hier haben wir Zerspanungslösungen für kombinierte Bremsgehäuse entwickelt, die in Systemen ohne Hydraulikleitung gebraucht werden. In ihren Grundfunktionen ähneln die neuen Komponenten den bisherigen, doch bringen sie mehr Sensorik und Aktorik in die Fahrzeuge. Uns ist dabei wichtig, wie sich dadurch Teile verändern, die auch eine mechanische Bearbeitung erfahren. Unabhängig von einzelnen Komponenten ist der Trend hin zu Aluminium ungebrochen, um etwa mit leichteren Konstruktionen das zusätzliche Gewicht von Batterien zu kompensieren.
How do you implement further developments of components? The solutions portfolio you described for a component is tied to a specific component design, isn’t it?
If requirements change, we of course adapt our range of solutions accordingly. To understand requirements and features of important focus components, we like working with sample components, which we call generic components. After all, no client wants to be a guinea pig for tool developments. That’s why we use our own components here, which demonstrate the real functions as required by industry as clearly as possible. We use generic components like these for electric motors, for instance. Of course, a component’s core characteristics may change with time. These may include additional machining steps, higher accuracy or other materials. That’s where we need to step in where required and modify our sample component, whose design isn’t set in stone. For instance, a lot has happened with valve guides in the past 20 years, in terms of both size and materials. We had to keep launching new test series to continue developing our technology.
The quantities requested may also require changes. The design of a component does not change with the quantity to be produced, but in combination with process requirements, quantities do play a role. This brings us to other tool regions with performance or expert solutions, where more complex tools boost productivity and process capability. These machining solutions for strategic components, which are standardised up to a certain point, are available worldwide through our sales department, by the way. Their significance increases as the shift from local or regional production to global production intensifies. To serve our customers as best we can, we are pushing forward with our global footprint in this area.
In this case, it has nothing to do with carbon. It describes our international setup and how we are able to swiftly assist our customers everywhere with our solutions. In addition to tool manufacture, these include the production of upstream processes, but also after-sales services in particular. For instance, if we deliver PCD tools from Germany to Mexico for an initial projection, almost no one wants to send them back for repair or regrind. It has to be possible there. Recent years have shown how fragile supply chains can be. Our customers view this more critically in their risk management than before, where everything was always trending towards globalisation.
How have supply chains changed?
At MAPAL, we run an ongoing supply chain analysis to identify production relocations. We observe these developments in order to respond to them at an early stage and set up appropriate support on the ground. We are also seeing increased outsourcing of production from automobile manufacturers to suppliers. I sometimes get the impression that the major OEMs want less and less to do with mechanics and prefer to dedicate themselves to the software defined vehicle. But with all software there is luckily still all kinds of hardware. We are the optimum technology partner for machining with our expertise in the market, components, solutions and our extensive product portfolio.
Mark Lich has recently taken on the role of Director Global Key Account Management and now leads this department dedicated to serving global key customers.
Five apprentices from Busan Mechanical Technical High School completed a several-week stay at the IHK Vocational Training Center in Aalen and at the Aalen-based precision tool manufacturer MAPAL.