25.06.2024

Mehrwert im Formenbau

MAPAL Werkzeuge bei Krämer+Grebe

Um im Werkzeug- und Formenbau wettbewerbsfähig zu bleiben, ist für die Krämer+Grebe GmbH & Co. KG in Biedenkopf-Wallau eine effiziente Produktion mit hoher Prozesssicherheit entscheidend. Werkzeuglieferanten werden auch an deren Anwendungstechnik gemessen. MAPAL hat hier mit seinen Reibahlen und Hochvorschubfräsern Vertrauen gewonnen.

Ein NeoMill Fräser von MAPAL ist in der Maschine bei der Bearbeitung einer Form zu sehen.
  • Ein NeoMill Fräser von MAPAL ist in der Maschine bei der Bearbeitung einer Form zu sehen.
  • Ein Blick in die Fertigung des Werkzeugbauunternehmens Krämer+Grebe GmbH und Co. KG.
  • Ein Mitarbeiter von Krämer+Grebe steht neben einem Werkzeug und hält in der Hand einen NeoMill Fräser von MAPAL.
  • In der Maschine ist eine große Form gespannt. Ein Hochvorschubfräser aus der NeoMill-Familie von MAPAL bearbeitet sie.
  • Three male persons discussing in a production hall.
  • A reamer with a long projection length and fixed cutting edges from MAPAL.

Over the course of its company history of over 100 years, Krämer+Grebe has reinvented itself time and again. The company was founded at the beginning of the 20th century together with a variety of specialised companies around the important ironworks in Germany’s upper Lahn River valley. The focus was on classic model assembly in the early years. As time passed, machine engineering became more and more important. The company built foundry machines and prospered by producing meat-processing machines.

In the 1980s, Krämer+Grebe sold its machine engineering department to once again concentrate on its core competency, model assembly. Over time, this gave rise to today’s die and mould making, which is exclusively done for the automotive industry. Clients include large car manufacturers, suppliers and foundries. To also serve their international sites, Krämer+Grebe pursued the path of globalisation and established a presence abroad.
 

From handicraft to industry

Seit Katrin Grebe, Urenkelin eines der Firmengründer, 2000 die Geschäftsführung des Familienunternehmens übernommen hat, beschleunigten sich die Veränderungen weiter – getrieben durch neue technische Entwicklungen und Anforderungen der Märkte. Das Unternehmen vollzog den Wandel vom handwerklichen Betrieb hin zum Industrieunternehmen. Der Maschinenpark ist auf dem neuesten Stand. Die 16 Bearbeitungszentren stammen vorwiegend von DMG und Hermle. Hinzu kommen ein Tiefbohrwerk, zwei Drehmaschinen, drei Erodiermaschinen und 3D-Druck. Den Fertigungsmitarbeitern steht eine Produktionsfläche von 11.000 Quadratmetern zur Verfügung.
Ein Blick in die Fertigung des Werkzeugbauunternehmens Krämer+Grebe GmbH und Co. KG.
Krämer+Grebe steht in Biedenkopf-Wallau eine Produktionsfläche von 11.000 Quadratmetern zur Verfügung.   ©MAPAL
Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Lösungsfindung für komplexe Geometrien und hohe Anforderungen an die Gussteileigenschaften. Die Ansprüche an das jeweilige Bauteil definieren den Prozess. Zum Produktspektrum gehören Modelle rund um den Motor und den Antriebsstrang. In Wallau entstehen Kernkästen, Handlinggeräte, Lehren und Niederdruckkokillen. Für spezielle Gussteile im Leichtbau werden seit einigen Jahren auch Druckgusskokillen gefertigt. Die Transition hin zur Elektromobilität ist in vollem Gange. Krämer+Grebe macht damit bereits 20 Prozent seines Umsatzes, Tendenz steigend. Auch für die Elektrofahrzeuge geht es um Bauteile für den Antriebsstrang, wie zum Beispiel das Statorgehäuse für den Elektromotor. 
Ein Mitarbeiter von Krämer+Grebe steht neben einem Werkzeug und hält in der Hand einen NeoMill Fräser von MAPAL.
Maschinenbediener Michael Lauber mit dem NeoMill-4-HiFeed-90 an einem zur Bearbeitung aufgespannten Kokillenteil.   ©MAPAL
Um in diesem Wettbewerbsumfeld wirtschaftlich zu bleiben, wurden Prozesse in der Fertigung neu gestaltet und auf Industrie 4.0 ausgerichtet. Die Abläufe sind durchgehend digitalisiert. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die eigene Entwicklungsabteilung, die Bauteile in Zusammenarbeit mit den Herstellern erarbeitet. Krämer+Grebe setzt den Fokus verstärkt auf den Bereich Dienstleistung und will nicht nur Werkzeuge bauen, sondern dem Kunden Mehrwert bieten, etwa in Form von Simulationen vom Werkzeug über Verschleiß und Stückzahlen bis hin zur Kühlung. „Wir haben uns auch in den Bereichen Service und Wartung breiter aufgestellt und können dem Kunden inzwischen mit unseren Teams fast rund um die Uhr zur Verfügung stehen“, versichert Sebastian Schneider, Leiter Auftragszentrum und Produktion.

Reibahlen machten den Anfang

MAPAL ist bei den Formenbauern in Wallau erst in relativ geringem Umfang vertreten, konnte aber bereits für reibungslosere Prozesse sorgen, wie die Fertigung bestätigt. Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen besteht seit fünf Jahren und begann mit Reibahlen des MAPAL Kompetenzzentrums Mehrschneidenreibahlen. Für die bis zu 600 mm langen Werkzeuge hatte Krämer+Grebe nur diesen einen Hersteller gefunden, der diese in der verlangten hohen Qualität herstellen und in der gewünschten Zeit liefern konnte. Die Bohrungen in H7-Qualität werden zum Einbringen von Heizpatronen in Niederdruckkokillen benötigt. Einen bleibenden Eindruck haben die Anwendungstechniker des Werkzeugherstellers hinterlassen. Sie haben vor Ort eine Anwenderschulung gemacht und unterstützten das Einfahren des Prozesses an der Maschine, der binnen kurzer sehr stabil von beiden Seiten lief.
Eine sehr lang auskragende Reibahle mit festen Schneiden von MAPAL.
Mit einer 600 mm langen Reibahle, die zur Fertigung von Niederdruckkokillen gebraucht wurde, fing die Zusammenarbeit zwischen Krämer+Grebe und MAPAL an.   ©MAPAL

Im Zuge von Prozessoptimierungen hat Krämer+Grebe sich von einem Teil seiner ehemals sehr vielen Werkzeuglieferanten getrennt. Die Auswahlkriterien erläutert Dominik Gessner, Prozessoptimierer Mechanische Fertigung: „Heute ist nicht mehr der Werkzeugpreis der entscheidende Punkt, sondern eine vernünftige partnerschaftliche Zusammenarbeit und in erster Linie die Anwendungstechnik. Das ist für uns das A und O und letztendlich auch ein Ausschlusskriterium für einen Lieferanten. Ich will nicht nur ein Werkzeug, sondern auch einen Mehrwert, den ich in meinen Prozessen umlegen kann.“ Um sich ständig weiter zu verbessern, sei eine enge Zusammenarbeit mit einem Partner sehr wichtig, bekräftigt Gessner.

Nach den guten Erfahrungen mit den Reibahlen kam MAPAL auch in die engere Wahl, als es darum ging, die Prozesse mit Hochvorschubfräsern zu verbessern. Gefragt waren Werkzeuge, die hohe Standzeiten und ein großes Spanvolumen beim Schruppen erreichen und so die Produktionszeit verkürzen. Um eine Mehrmaschinenbedienung abzudecken, mussten die Fräser zudem absolut prozesssicher sein. „Bei uns ist normalerweise ein Mitarbeiter für zwei Maschinen zuständig, im besten Fall sogar für drei“, erläutert Sebastian Schneider. Durch die Optimierungen war die Belegschaft binnen fünf Jahren von 200 auf 130 Mitarbeiter reduziert worden.
 

Der beste Hochvorschubfräser im Rennen

Krämer+Grebe uses the high-feed cutting for pre-roughing before the parts are sent to heat treatment. The mould makers in Wallau took a systematic approach to finding the best tool for the job. They put all the high-feed milling cutters from potential suppliers to the test under realistic conditions. MAPAL entered the race with the indexable insert milling cutter NeoMill-4-HiFeed-90, a standard tool which the tool manufacturer offers in the diameter range from 16 to 200 mm. Krämer+Grebe picked the version with the milling cutter with six indexable inserts for the test.
A large mould is clamped in the machine. A high-feed milling cutter from MAPAL's NeoMill family is machining it.
For high-feed cutting, Krämer+Grebe uses the NeoMill-4-HiFeed-90 from MAPAL, which beat the competition in terms of performance and process reliability.   ©MAPAL

The results were pretty clear: the NeoMill milling cutter achieved the highest material removal rate and longest tool life. The mould makers noted uniform wear on the tool cutting edges without macroscopic flaws. “We found out that you can easily operate the machine for an hour and a half unmanned with MAPAL. This offers us the big advantage that staff can be deployed at another machine during this time”, Schneider sums up. And so the mould makers found the high-feed milling cutter they were looking for and picked MAPAL.

Uwe Rein, Business Development Manager Die & Mould at MAPAL, really appreciates the strategy Krämer+Grebe has chosen: “Companies that make dies and moulds don’t have a lot of leeway nowadays to reduce their lead time. However, this is precisely the deciding factor as to whether a company makes money or not. There is only a fine line in between. That’s why every opportunity to increase productivity must be grasped.” “It is also particularly important in individual part manufacturing to use the right strategy with the right parameters and the right tool from the start”, Schneider adds. In his opinion, pertinent experience is key here. “We now focus on partners that also offer good application engineering and CAM support”, Schneider says. “This continues to be our objective and we want to push this forward. We want to work with as few steady partners as possible. MAPAL is one of them.”
 

Three male persons discussing in a production hall.
Inspecting the finished parts together (from left): Sebastian Schneider (Head of Order Centre and Production), Dominik Gessner (Mechanical Manufacturing Process Optimiser) and Uwe Rein (Business Development Manager Die & Mould at MAPAL).   ©MAPAL
For the tool manufacturer from Aalen, die & mould is a relatively new segment. They previously concentrated on the most precise and efficient machining of pre-cast parts possible. Now MAPAL is getting involved earlier on in the process and, together with mould makers, ensuring that the mould is produced optimally. “It is very interesting to be on board from the very start”, Rein asserts. Both sides have already learned something new and ameliorated themselves by collaborating on the design of new parts.

Kathrin Rehor, PR Project Manager at MAPAL

Contact

Kathrin Rehor Public Relations Kathrin.Rehor@mapal.com Phone: +49 7361 585 3342


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