01.01.2020

Komplettanbieter im Werkzeug- und Formenbau

MAPAL liefert neben Werkzeugen und Spannfuttern komplette Prozesse und den Weg in die digitale Fertigung

Werkzeug- und Formenbauer erwarten von ihrem Zerspanungswerkzeughersteller hohe Prozess- und Produktkompetenz. Von den Werkzeugen fordern sie höchste Präzision, lange Standzeiten und vor allem Prozesssicherheit. Genau diese Aspekte sind es, die MAPAL in Branchen wie der Automobilindustrie, dem Maschinenbau oder der Luftfahrtindustrie erfolgreich machen. Nur folgerichtig also, dass der Präzisionswerkzeughersteller nun auch im Werkzeug- und Formenbau durchstartet.

  • Es sind sieben Fräser aus Vollhartmetall in einer Reihe zu sehen. Sie haben unterschiedliche Formen und Beschichtungen.
Es sind die Veränderungen am Markt, die viele Zulieferer dazu veranlassen, sich strategisch neu aufzustellen. „Wir haben deshalb schon vor Jahren angefangen, weitere Branchen neben unserem größten Kunden, der Automobilindustrie, zu erschließen. Innerhalb weniger Jahre haben wir uns in der Luftfahrtindustrie etabliert“, erläutert Dr. Jochen Kress, Geschäftsführender Gesellschafter von MAPAL. Ähnliches plane MAPAL nun im Werkzeug- und Formenbau.
Seit jeher bietet MAPAL Werkzeuge, die auch im Werkzeug- und Formenbau eingesetzt werden. „Allerdings hatten wir weder die entsprechende Marktdurchdringung noch das umfassende Portfolio“, sagt Dr. Jochen Kress. Nach und nach hat sich MAPAL deshalb das Portfolio und auch die Kompetenz aufgebaut. Zuletzt mit der Integration des Unternehmens voha-tosec in die MAPAL Gruppe. Mit dem Unternehmen aus Lindlar kamen nicht nur fundierte und tiefe Marktkenntnisse zu MAPAL, sondern auch Produkte, die das bereits vorhandene Portfolio ergänzen. Zudem entwickelte der Präzisionswerkzeughersteller neue Werkzeuge. 

Neue Fräser aus Vollhartmetall

Unter dem Produktnamen OptiMill-3D hat MAPAL ein neues, leistungsstarkes Programm an Vollhartmetallfräsern vorgestellt, die die Experten speziell für den Werkzeug- und Formenbau entwickelt haben. „Neben extrem hitzebeständigen Beschichtungen und speziellen Hartmetallsubstraten zeichnen sich diese Werkzeuge durch die speziell an den Formenbau angepassten Abmessungen und Geometrien aus“, erläutert Carsten Klein, der das Marktsegment Werkzeug- und Formenbau verantwortet.  
Es sind sieben Fräser aus Vollhartmetall in einer Reihe zu sehen. Sie haben unterschiedliche Formen und Beschichtungen.
Das leistungsstarke Programm an Vollhartmetallwerkzeugen hat MAPAL speziell für den Werkzeug- und Formenbau entwickelt. 
Das Programm umfasst Werkzeuge mit spezieller Stirngeometrie zum Fräsen gehärteter Bauteile und einen Eckradiusfräser zum Schlichten von 3D-Formen bis zu einer Härte von 66 HRC. Die neuen Kreisradiusfräser eignen sich für den Einsatz bei tiefen Kavitäten oder für komplexe Freiformflächen.

Greater cost-effectiveness with ISO tools

A new range of milling cutters with ISO indexable inserts was also presented at EMO. The programme includes round insert milling cutters, high-feed and 90° shoulder milling cutters, ball and toric end milling cutters and finishing milling cutters. As such, the range of ISO indexable inserts covers the workpiece materials cast iron, steel, stainless steel, non-ferrous metal
and hardened workpiece materials up to 65 HRC. Different cutting materials and coatings are used depending on requirements and the material to be machined.
The new range of milling cutters with ISO indexable inserts includes round-insert milling cutters, high-feed and 90° shoulder milling cutters, ball and toric end milling cutters and finishing milling cutters. 

Nearly 100 % coverage – and not just for tools

“Today, we are able to cover almost 100 percent of the needs of companies that make die and moulds,” says Carsten Klein. This includes not only the milling cutters mentioned above, but also the complete range for drilling and reaming. However, when it comes to many milling tasks in die and mould making, the focus is not just on tool technology. Another decisive factor is the programming of the machine, which is a complex matter. MAPAL supports customers in this task and works closely with the relevant software manufacturers to do so.
As a full-service supplier, MAPAL’s o•erings extend beyond the tool and its programming: MAPAL wants to be a technology partner for its customers. For this reason, the company also supplies the appropriate clamping technology – among other things. The portfolio for this area includes everything needed for clamping. “Our 3-degree chuck in particular has proven itself
in die and mould making”, says Kress. This innovative high-performance chuck boasts a special feature: the HighTorque Chuck (HTC) with a slender contour combines the advantages of hydraulic expansion technology (such as the highest possible accuracy) with the three-degree back taper known from shrink chucks.

Spannfutter individuell angepasst

Möglich macht dies die additive Fertigung. Denn dank ihr kann auf die bisher nötige Lötverbindung zwischen Hülse und Grundkörper verzichtet werden. Diese stellte nicht nur einen limitierenden Faktor hinsichtlich der Futtergeometrie dar, sondern auch im Bezug auf Temperaturbeständigkeit und Drehmomentübertragung. Durch die geometrische Freiheit können Zerspaner die Hydrodehnspanntechnik auch bei großen Störkonturen am Bauteil oder bei tiefen Kavitäten an schwer zugänglichen Stellen nutzen. Dies war bisher Schrumpffuttern vorbehalten „Wir passen unsere Spannfutter individuell auf die Bearbeitung beim Kunden an“, erläutert Carsten Klein. So können Zerspaner in vielen Fällen Standardwerkzeuge, statt kostenintensiver Sonderwerkzeuge einsetzen.
Durch die geometrische Freiheit der Additiven Fertigung ist der Einsatz der Hydrodehnspannfutter auch bei großen Störkonturen möglich. 
Zusätzlich zu Werkzeugen, Programmierung und Spannmitteln gehört die komplette Peripherie zum Einstellen und Messen von Werkzeugen sowie Ausgabesysteme zur Lagerung und Verwaltung von Komponenten zum Portfolio von MAPAL. „Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden mit umfassenden Dienstleistungen“, sagt Klein. Ein Beispiel für eine solche Dienstleistung ist das Toolmanagement 4.0, das auf Basis der Open-Cloud-Plattform c-Com angeboten wird. „Damit muss sich der Kunde um nichts mehr bezüglich der Werkzeuge kümmern – wir übernehmen die Lagerung, die Bevorratung, den Einkauf sowie die Wiederaufbereitung der Werkzeuge“, präzisiert Klein. Und das bei 100-prozentiger Transparenz für den Kunden.
„Letztendlich entscheidet der Markt, wie gut wir im Werkzeug- und Formenbau Fuß fassen werden“, gibt Dr. Kress zu bedenken. MAPAL erhoffe sich allerdings gute Chancen: „Wir können nicht nur als Komplettanbieter punkten, wir stehen unseren Kunden auch mit unserer jahrzehntelang gesammelten Erfahrung zur Seite.“ Ein Aspekt, der MAPAL von jeher wichtig war: Vor Ort zu sein, Probleme zu lösen und hohe Erwartungen zu erfüllen.
Vorerst liegt die Konzentration auf den Werkzeug- und Formenbauern in Deutschland. „Wir wollen noch mehr Erfahrungen in der Branche sammeln“, sagt Dr. Jochen Kress, „und diese dann einfließen lassen, wenn wir weltweit unser Engagement verstärken.“
Carsten Klein, verantwortet bei MAPAL das Marktsegment Werkzeug- und Formenbau. 

Kathrin Rehor, PR Project Manager bei MAPAL

Kontakt

Kathrin Rehor Public Relations Kathrin.Rehor@mapal.com Tel.: +49 7361 585 3342


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