Beschreibung: Die einfachste Bauform von Motorengehäusen ist rohrförmig. Die Länge des Gehäuses und damit der elektrischen Maschine kann vergleichsweise einfach variiert werden für unterschiedliche Leistungen. Dafür erhöht sich der Montageaufwand durch geringe Funktionsintegration.
MERKMALE
Keine Lagerbohrungen des Rotors im Gehäuse integriert
Zwei Lagerdeckel zur Aufnahme des Rotors
Positionierung der zwei Lagerdeckel über Passungsflächen für Koaxialität der Lagerstellen
Geringere Komplexität
Praktisch rotationssymmetrisch
Dünnwandig, vibrationsanfällig
Spannung problematisch
ZERSPANUNGSANFORDERUNGEN
Stabilere Bauteile meist mit innenliegender Kühlstruktur
Auch Strangpressprofile möglich (AlSi1 → Fließspäne)
Ohne Spannlaschen (→ spezielle Spannkonzepte)
Teilweise mit beidseitigen Passungen in IT6-Toleranz
Hybridgetriebegehäuse und Hybridmodul-/Zwischengehäuse
Beschreibung: Integration der elektrischen Maschine in bestehende Getriebearchitektur durch scheibenförmige Hybridmodule bzw. Zwischengehäuse. Auch bauraumneutrale Aufbauten werden mit teilweise topfförmigen Gehäusen als Einschubteil realisiert.
MERKMALE
Hybridmodul-/Zwischengehäuse
Hauptsächlich Aufnahme des Stators
Bei Scheibenform keine Rotorlagerung
Bei Topfform eine Rotorlagerung integriert
Hybridgetriebegehäuse
Extreme Längen-Durchmesser-Verhältnisse
Dünnwandig, vibrationsanfällig
Aufwendige Konturzüge
Unterbrochener Schnitt
ZERSPANUNGSANFORDERUNGEN
Hybridgetriebegehäuse
IT6-Toleranz
Hohe Anforderungen an Koaxialität und Stufenmaße
Eingeschränktes Maximalgewicht und Kippmoment
Grundlegende Vorgehensweise bei der Bearbeitung von Statorgehäusen
Der Bearbeitungsprozess sowie die Werkzeuge werden je nach Aufmasssituation, dem Maschinenpark und der Aufspannung individuell ausgelegt. So werden die auf das Bauteil wirkenden Schnittkräfte möglichst geringgehalten. Die Bearbeitung der Statorbohrung ist dabei in drei Schritte unterteilt: Vorbearbeitung, Semi-Finishbearbeitung und Fertigbearbeitung.