04.07.2025

MAPAL stellt sich zukunftsfähig auf

Geschäftsbericht für das Jahr 2024 veröffentlicht

Im Jahr ihres 75-jährigen Bestehens richtet sich die MAPAL Gruppe konsequent auf die Zukunft aus. Mit Investitionen in neue Technologien, Digitalisierung und in den gezielten Aufbau von Fähigkeiten stärkt das Unternehmen seine Position in wichtigen Schlüsselbranchen und nimmt nachhaltig Geschwindigkeit in Richtung Markt und Kunde auf. Das zeigen beispielsweise die Aktivitäten im sich dynamisch entwickelnden Segment Aerospace: In der 2024 gegründeten Abteilung Global Organisation for Assembly (GOA) bündelt MAPAL seine Kompetenzen im Bereich der Endmontage von Flugzeugen – ein entscheidender Schritt, um weltweit agierende Kunden schneller und gezielter zu bedienen. Auch die Integration des Tochterunternehmens c-Com und die Übernahme der italienischen X-Pro S.r.l., einem Spezialisten für Turnkey-Projekte und Spannvorrichtungen, unterstreichen den Anspruch, technologische Entwicklungen aktiv mitzugestalten und die Kundenanforderungen vollumfänglich zu bedienen. 
Das Bild zeigt Dr. Jochen Kress, den geschäftsführenden Direktor von MAPAL.
Dr. Jochen Kress, geschäftsführender Direktor der in Aalen ansässigen MAPAL Gruppe.   ©MAPAL
Die zukunftsgerichteten Aktivitäten stehen im Kontext eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds. Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnete die MAPAL Gruppe einen Umsatzrückgang um 6,3 Prozent auf 551 Millionen Euro. Gründe dafür sind die schwache Konjunktur sowie anhaltende Unsicherheiten in wichtigen Absatzmärkten. Der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2025 ist vor diesem Hintergrund ebenfalls sehr verhalten. „Nach einem nicht zufriedenstellenden ersten Halbjahr gehen wir derzeit von einem weiteren Umsatzrückgang von bis zu fünf Prozent aus“, erklärt Dr. Jochen Kress, Geschäftsführender Direktor der MAPAL Gruppe.

Im Zuge dieser Entwicklung wurde die Personalstruktur an die veränderten Marktbedingungen angepasst. Freiwerdende Stellen wurden nicht nachbesetzt, sodass die MAPAL Gruppe das Geschäftsjahr 2024 mit 4.850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abschloss. An den Standorten Aalen, Altenstadt und Pforzheim erfolgt darüber hinaus 2025 ein gezielter Abbau von Kapazitäten. Dank sozialverträglicher Lösungen konnten betriebsbedingte Kündigungen weitgehend vermieden werden. „Als Familienunternehmen fühlen wir uns unserer Belegschaft in besonderem Maße verbunden“, unterstreicht Dr. Kress. „Diese Entscheidung ist uns daher sehr schwergefallen. Aber sie war notwendig, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der MAPAL Gruppe zu sichern.“

Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung seiner Zukunftsfähigkeit. In der Automobilindustrie trägt der Generic Component-Ansatz Früchte: Für strategische Komponenten entwickelt MAPAL eigeninitiativ und kundenunabhängig Musterbauteile mit den entsprechenden Bearbeitungsprozessen und adaptiert diese dann kurzfristig an die Bedürfnisse der jeweiligen Kunden. Umgesetzt wurde dieser Ansatz zum Beispiel in Zusammenarbeit mit einem Werkzeugmaschinenhersteller für die Fertigung von Statorgehäusen, einer Kernkomponente in der Elektromobilität. Daneben realisiert MAPAL kontinuierlich produktseitige Innovationen und Optimierungen für alle zerspanungstechnisch relevanten Bauteile, um Produktivitätsvorteile für die Kunden zu realisieren. So konnte etwa mit den HNHX-Wendeschneidplatten die etablierte Bearbeitung von Ventilsitzringen in Verbrennungsmotoren deutlich effizienter gestaltet werden. Im Bereich Fluidtechnik baut das Unternehmen sein Portfolio aus, um mit intelligent kombinierten Lösungen noch stärker auf Kundenanforderungen einzugehen. Im Bereich Luftfahrt zeigen die strategischen Entscheidungen Wirkung. Dr. Kress: „Durch die Bündelung aller weltweiten Aktivitäten im Bereich Endmontage in der Abteilung GOA sind wir deutlich schneller und effizienter geworden. Und das sowohl Richtung Kunde als auch intern.“

Mit einer Investitionssumme von rund vier Millionen Euro wird derzeit zudem der Standort Aalen modernisiert – ein klares Bekenntnis zum Stammsitz, der Headquarter und zugleich Produktionsstandort ist. Um eine hohe Effizienz, kurze Lieferzeiten und eine optimale Auslastung zu erzielen, gestaltet MAPAL die Produktionsstruktur um. Auch auf struktureller Ebene stellt sich die Unternehmenszentrale neu auf: Seit Juni 2025 firmiert MAPAL Aalen als SE & Co. KG. Gleichzeitig verstärkt René Güntner als neuer CFO das MAPAL Executive Team.
 
The picture shows the MAPAL headquarter in Aalen.
Aalen is both the company headquarters and a production site of the MAPAL Group. The company is investing four million euros here in modernization and a new production structure.   ©MAPAL

The MAPAL Group is resolutely focussed on the challenges of the future with these steps – and remains true to its commitment to actively shape changes and combine customer focus, innovative strength and competitiveness.

René Güntner is the new Chief Financial Officer (CFO) of the MAPAL Group. In his role, he assumes responsibility for the areas of financial accounting, controlling, purchasing and facility management. "With his many years of management experience and in-depth expertise in international companies, René Güntner will contribute valuable impetus to the strategic development of the MAPAL Group. We are very much looking forward to working together," emphasises Dr Jochen Kress, President of the MAPAL Group.

In his last role as Executive Vice President Finance, Güntner (45) was responsible for group accounting, controlling, IT, the business management of international subsidiaries as well as contract and risk management. “I see myself as financial officer as well as sparring partner for all areas of the company,” he says. “Open dialogue and cross-divisional collaboration are key success factors.”

René Güntner succeeds Matthias Cöster, who has left the company by mutual agreement.
 


Portrait Ostertag-Mathias

Contact

Mathias Ostertag Public Relations mathias.ostertag@mapal.com Phone: +49 7361 585 3566


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