01.10.2026
Precision solutions for comfort and safety
Wheel carriers and steering knuckles play a decisive role in a vehicle’s ride comfort and safety. Over recent years, these chassis components have become significantly more complex, evolving from passive structural parts into highly integrated, precision-engineered functional modules. With a wide variety of component designs in use throughout the industry, MAPAL provides efficient machining solutions tailored to every requirement as a technology partner for machining.
Depending on the axle and vehicle concept, wheel carriers and steering knuckles perform key functions in wheel guidance, force transmission and steering kinematics. As safety-critical components, they must withstand high wheel loads while meeting the most demanding mechanical and kinematic requirements. A wide range of component variants is used, depending on the manufacturer, steering system, vehicle class and installation space.
The materials used also vary considerably. Cast iron remains a cost-effective choice, particularly in lower vehicle segments where components are often required in high production volumes. MAPAL’s machining solutions are specifically designed to address the high abrasiveness of this material.
Schwenklager wird zum Funktionsmodul
Die Komponenten sind im Laufe der Jahre komplexer geworden. Wurde früher ein Querlenker einfach nur an das Bauteil angeschraubt, so findet heute eine zusätzliche Lagerung statt. Um dieses Lager sauber einzupressen, müssen enge Toleranzen eingehalten und eine gute Oberflächenqualität erzeugt werden. Die Funktionsintegration schreitet weiter voran. Der Bremssattel findet ebenso Aufnahmepunkte wie Radnabe, Querlenker und ABS. Als Funktionsmodul trägt das Schwenklager zu Effizienz, Fahrdynamik und auch zur Integration zusätzlicher Sensorik – beispielsweise für autonomes Fahren – bei.
Mit dieser Funktionsintegration steigen auch die Anforderungen an Zerspanungslösungen. Die vorgegebenen Präzisionsanforderungen und engen Toleranzfelder kommen Fahrkomfort, Geräuschentwicklung und der Lebensdauer von Lagern zugute. Um eine möglichst hohe Genauigkeit zu erreichen und Umspannfehler zu vermeiden, findet die Zerspanung der Schwenklager beziehungsweise Radträger zunehmend in einer Aufspannung und auf mehrspindligen Maschinen statt. Je nach Bauteilvariante kommt die Industrie dabei auf Losgrößen von 500.000 Stück pro Jahr und mehr.
Für die entscheidenden Bearbeitungen bietet MAPAL jeweils mehrere, auf unterschiedliche Kundenbedingungen zugeschnittene Lösungen an. Im Folgenden werden diese Lösungen beispielhaft an Aluminium-Schwenklagern erläutert. Damit trägt der Werkzeughersteller sowohl der Variantenvielfalt bei den Automobilherstellern Rechnung als auch der unterschiedlichen Beschaffenheit der Rohteile und der Aufspannsituation.
Hauptlagerbohrung im Fokus
Je nach Gussverfahren und Kontur kann die Bohrung komplett vorgegossen, konturnah vorgegossen mit radialem Aufmaß von 4 mm oder im besten Fall vorgestanzt sein. Im ersten Schritt ist also oftmals ein hoher Materialabtrag notwendig. Die Vorbearbeitung führen die MAPAL Spezialisten mit PKD-Zirkularfräswerkzeugen durch, um das Aufmaß zu reduzieren und die Bohrung konturnah vorzubearbeiten. Je nach Bohrungskontur werden unterschiedliche Prozessführungen realisiert mit Fräswerkzeugen, Bohr-Fräs-Werkzeugen oder Bohrwerkzeugen mit Hakenschneide für rückwärtiges Bohren. Die Toleranzanforderungen für die Hauptlagerbohrung gehen dabei bis zu IT6.
Wenn in zwei Spannlagen bearbeitet wird und eine kritische oder labile Spannsituation vorliegt, sieht das dreistufige Bearbeitungskonzept für Aluminiumschwenklager zunächst eine Vorbearbeitung mit einem PKD-Fräswerkzeug von beiden Seiten vor. Anschließend werden mit zwei PKD-Aufbohrwerkzeugen die Durchmesser fertig bearbeitet.
Kann die Bohrung zirkular gefräst werden, bringt MAPAL eine Bearbeitungslösung ins Spiel, die höhere Schnittwerte erlaubt. Hier zeigt der OptiMill-Diamond-SPM Fräser mit fest gelöteten PKD-Schneiden seine Leistungsfähigkeit. Dank seiner hochpositiven Schneidengeometrie und optimierten Spanräume reduziert er die Schnittkräfte um bis zu 15 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen PKD-Fräsern. Die optimal eingebetteten PKD-Schneiden gewährleisten hohe Stabilität während der Bearbeitung. Eine Alternative mit Wendeschneidplatten stellt an dieser Stelle der NeoMill-Alu-QBig dar. Dieser Aluminium-Hochvolumenfräser ist für den Einsatz bei hohen Drehzahlen ausgelegt. Den Grundkörper hat MAPAL mit einem Feinwuchtsystem ausgestattet. Abschließend bearbeitet ein komplexes PKD-Fräswerkzeug die komplette Kontur der Hauptbohrung fertig.
Müssen engste Toleranzen eingehalten werden, wählt MAPAL nach der Vorbearbeitung durch den OptiMill-Diamond-SPM ein mehrstufiges Aufbohrwerkzeug mit Wendeschneidplatten für die Semibearbeitung, für die Fertigbearbeitung kommt in diesem Fall ein Feinbohrwerkzeug mit EasyAdjust-System zum Einsatz. Bei diesem System ist die Verjüngung der Schneide bereits in die Kassette, die als Aufnahme für die Schneide dient, integriert. Damit entfällt der Einstellvorgang für die Verjüngung der Nebenschneide. Der Durchmesser wird klassisch feinfühlig justiert, sodass hochpräzise Bearbeitungsergebnisse sichergestellt sind.
Ergänzt wird das MAPAL Lösungsportfolio für die Bearbeitung der Hauptlagerbohrung durch One-Shot-Lösungen für die Bearbeitung vorgestanzter Aluminium-Schwenklager. Die Bohrfräs- beziehungsweise Fräskombinationswerkzeuge mit PKD-Schneiden sind hocheffizient zum Beispiel in Bearbeitungssituationen mit sehr stabiler Aufspannung, die ein Fertigfräsen der Kontur erlauben. Kunden, die keine Einstellmöglichkeit haben und eine Alternative zu fest gelöteten PKD-Werkzeugen bevorzugen, empfiehlt MAPAL ein Werkzeug mit wechselbaren Wendeschneidplatten. Der Tangentialfräser ist ein komplexes Werkzeugkonzept, das maximal viele Bearbeitungsschritte in einem Werkzeug vereint.
Damit das Rad in der Spur bleibt
Rough machining is performed from solid material, with the lugs of the control arm connection typically unsupported in the clamping fixture. It is therefore essential to keep cutting forces low during rough machining. MAPAL once again relies on the advantages of the OptiMill-Diamond-SPM, which mills the bores using helical interpolation without distorting the component. Because high feed rates and aggressive helical infeed strategies are often used, significant heat generation can occur in practice, particularly when minimum quantity lubrication (MQL) is applied. This can lead to built-up edges on the cutting tool. Any resulting bore deformation may only become visible after the finished component has cooled down. Drawing on extensive process expertise and a holistic view of the control arm connection, MAPAL works closely with customers to develop the optimum process, maximising productivity while avoiding such undesirable effects.
During finish machining, the fixture design may require tools with overhang lengths of up to 300 mm. With tools of this length, spindle engagement can create a tilting moment that prevents the set tool diameter from being transferred accurately to the component. To ensure compliance with demanding tolerance requirements under these conditions, MAPAL once again relies on the EasyAdjust-System. Thanks to its user-friendly cartridge design, the tool diameter can be adjusted with micrometre precision using a single adjustment screw. Diameter corrections can therefore be made quickly and efficiently, helping maintain process capability and quality requirements. For applications with slightly lower precision requirements, a brazed PCD boring tool is available as an alternative finishing solution.
Precision at the wheel hub interface
Another function-critical machining operation concerns the bolt-hole bore that creates the force-transmitting connection between the steering knuckle and the wheel hub. This feature demands high contour accuracy. During machining, the component must be swivelled into a specific position to allow tool access. Due to the angled machining position, significant deflection forces can occur, causing the PCD ball-nose milling cutter to vibrate. The consequences would be excessive machining noise, poor surface quality, inadequate form accuracy and reduced tool life.
MAPAL ensures reliable process performance even in these challenging machining conditions through optimised tool design. A precisely defined arrangement of cutting edges and cutting-edge positions, combined with tailored edge preparation, effectively suppresses vibration while maintaining high machining performance.
Turnkey expertise for demanding components
Contact
Kathrin Rehor Public Relations Kathrin.Rehor@mapal.com Phone: +49 7361 585 3342